Wir wollen Genaueres über Bombenangriffe wissen und fragen nach der Operation Mondscheinsonate. Wir erhalten einen mittellangen Vortrag über ein britisches Desinformations- und Täuschungsmanöver im Vorfeld der alliierten Invasion Siziliens 1943. Da unser Gegenüber offenbar die Operation Mondscheinsonate mit der Operation Mincemeat verwechselt, versuchen wir es nochmals mit einer Temperaturerhöhung von 0 auf 1. Was uns jetzt als Antwort vorgelegt wird, lässt sich getrost als Rumstochern in der Historie bezeichnen. Historiker würden „vermuten“, dass es sich dabei um Teile „eines größeren Plans“ handelte, „um das Deutsche Reich voranzutreiben“. Die KI erzählt uns etwas von „Geheimdienstaktivitäten“ Deutschlands, die ganze Operation sei ein “rätselhafter Teil der deutschen Kriegsgeschichte während des Zweiten Weltkriegs“. Wir gewinnen den Eindruck, sie möchte ihre Wissenslücken verbergen, als sie anfügte: „Die genaue Natur und der Umfang der Operation sind nicht vollständig bekannt, da viele Dokumente und Berichte während des Krieges vernichtet wurden.“
Tatsächlich war die Operation Mondscheinsonate der Deckname für die Bombardierung der englischen Stadt Coventry in der Nacht zum 15. November 1940 durch die deutsche Luftwaffe. Rätselhaft ist das durchaus nicht, sondern wohl bekannt. Es wurden über 500 Tonnen Bomben und fast 900 sogenannte Brandschüttkästen abgeworfen. Schätzungsweise 568 Menschen starben und die St Michael’s Cathedral wurde mehr oder weniger komplett zerstört.