Wir wollen besser verstehen, wie sich die Konfliktparteien vor 1939 auf einen möglichen Bombenkrieg vorbereitet hatten und fragen nach. Ja, die Nazis haben „Erfahrungen mit Luftangriffen während des Spanischen Bürgerkriegs gemacht“ und hätten den Bombenkrieg vorhergesehen. Wir fragen gezielt, was der Reichsluftschutzbund (RLB) war. Innerhalb einer Antwort erhalten wir die widersprüchlichen Angaben, der RLB sei „während des Zweiten Weltkriegs“ und im Jahre 1933 gegründet worden. Wir lassen das mal so stehen.

Die Antwort schwirrt jedoch auch von vielen anderen Ungenauigkeiten. Die KI berichtet, es habe eine „Kinderorganisation“ im RLB gegeben. Das stimmt so jedoch nicht ganz. Ja, Mädchen und Jungen des BDM und der HJ wurden regelmäßig zu den vielen Luftschutzübungen seit 1933 als Hilfssanitäterinnen oder Melder herangezogen. Es hat jedoch keine eigenständige Jugendsparte im RLB gegeben. Falsch ist auch die Aussage von ChatGTP, der „RLB war eine Gliederung der NSDAP“. Klar, der theoretische Unterbau der Organisation war mit der NS-Ideologie durchtränkt, jedoch unterstand sie unmittelbar Hermann Göring als Chef der Luftwaffe.

Wir fragen nach den Luftschutzvorbereitungen in Großbritannien und in der Sowjetunion. Hier scheint die KI aus einem unerschöpflichen Wissensschatz zu schöpfen und berichtet fast episch von den vielen Maßnahmen. Beide Länder seien sehr gut vorbereitet gewesen. Wir fragen, warum denn bei den Luftangriffen auf Kiew und Stalingrad so viele Zivilisten starben und erhalten zur Antwort: man war schlecht vorbereitet.