Aufgrund ihrer Schwangerschaft sahen sich die Arbeiterin Marie Schönberg und der Schlosser eines Bielefelder Industriewerks Julius Krüger zur Heirat gezwungen. Am 31. Mai 1866 kam ihr erstes Kind auf die Welt, das den Rufnamen Hermann erhielt. Die Ehe seiner Eltern beschreibt er später als unglückliche Zweckehe, das Elternhaus als lieblos und bedrückend.

Nach Volksschule und Schlosserlehre verlässt der Sohn Bielefeld und das Elternhaus. Er zieht umher, heuert zunächst als einfacher Seemann an. Möglicherweise wegen seines übernervösen Charakters bleibt es bei einer einzigen Fahrt. Es verschlägt ihn nach Hamburg und er arbeitet als Straßenkehrer. Hier lernt er Christine Pape kennen, die Tochter des Kutschers von Sophie und Carl Laeisz. Zur Jahreswende 1888/89 verloben sie sich. Bevor es jedoch zur Hochzeit kommt, zieht es ihn nach Berlin.