Zur Natur hatte Krieger ein geradezu transzendentales Verhältnis. Irgendwo Richtung Niendorf imkerte er wild an einem Waldrand, vertiefte sich in seine Bienenbeuten und ergrübelte die naturphilosophische Betrachtung Imma, eine Bienenmär aus Imkerland, die der Hamburger Schriftsteller Hans Leip las und meinte, die Biene Maja könne einpacken. Der Thüringer Imkerbote und andere Imkerfachblätter empfahlen Jungimkern das Lesen von Imma oder Familie Hahnekamp als lehrreich für die damals moderne Magazinimkerei.

Und weil alle Erlösung aus der Natur kommt, das Ehepaar Krieger eh beständig bittere Not litt, praktizierte Hermann Krieger eine Frühform des Urban-Gardening zur natürlichen Selbstversorgung irgendwo am Knickrand nördlich Hamburgs. Unter einem selbstgefertigten Blätterdach mit Moosbett verbrachte er dort auch so einige Nächte. Der waldversessene US-Naturphilosoph Henry T. Thoreau und sein Buch Walden oder Leben in den Wäldern hatte es ihm ganz besonders angetan.