Nach einem Fensterputzerstreik in Hamburg 1905 wurde Persich von seinem Arbeitgeber entlassen. "Ich in meiner Dummheit ließ mich zu allem aufwiegeln, und dafür, wie der Streik zu Ende war, ward ich vom Chef gemaßregelt", erinnerte er sich einige Jahre später. Er ging nach Berlin und arbeitete dort weiter als Fensterputzer. In einem Lokal lernte er einen promovierten Chemiker kennen, mit dem er homosexuellen Kontakt hatte. Einige Zeit später soll Persich von ihm per Brief 200 Mark gefordert und ihm gedroht haben, bei Nichtzahlung eine Anzeige gegen ihn wegen sexuellen Verkehrs mit einem Minderjährigen zu erstatten. Mit seinen 17 Jahren war er zum Zeitpunkt ihrer wohl nur einmaligen intimen Interaktion noch nicht volljährig gewesen. Der erpresste Chemiker ging scheinbar auf Persichs Geldforderung ein und wandte sich jedoch seinerseits an die Polizei. Bei der verabredeten Geldübergabe wurde Persich verhaftet.
Es kam zum Prozeß. Bei seiner Verteidigung machte Persich Geldnot geltend und ein nicht nachweisbares Versprechen des Chemikers, ihm jederzeit in Not zu helfen. Die genauen Hintergründe sind undurchsichtig. Die finanzielle Schieflage Persichs hing wohl mit einem Arbeitsunfall zusammen, bei dem er zu Weihnachten 1905 mehrere Meter in die Tiefe gestürzt sei und daraufhin einige Zeit im Krankenhaus gelegen habe. Das Gericht veruteilte ihn zu neun Monaten Gefängnis. Nach einigen Wochen Haft in Tegel wurde er in die Charité und von dort in die "Irren-Anstalt Dalldorf" bei Berlin eingeliefert, wo er acht Monate in der geschlossenen Psychiatrie verblieb. Bereits im Untersuchungsgefängnis Moabit hatte er durch Öffnen der Gasleitung der Zellenbeleuchtung versucht, sich das Leben zu nehmen. Er wiederholte die Selbsttötungsversuche im Gefängnis Tegel einige Monate später, in dem er sich mit seinen Hosenträgern zu erhängen versuchte und sich die Handgelenke öffnete. Nach Hamburg überführt hatte er die unterbrochene Haftzeit in Fuhlsbüttel abzusitzen, verbrachte bis 1909 jedoch immer wieder kürzere oder längere Phasen in psychiatrischen Einrichtungen der Stadt.