An nur eine Begegnung mit seinem Vater konnte sich F. Wilhelm Persich in späteren Jahren erinnern. Als er neun Jahre alt war kam dieser per Schiff von Südamerika nach Hamburg. Bis dahin war Persich im Glauben belassen worden, dass sein Vater bereits tot sei. Der hatte sich 1890 in Richtung La Plata eingeschifft und seine Frau mit den beiden Söhnen in Altona zurückgelassen. Friedrich Wilhelm Persich war damals zwei Jahre, sein Bruder Ernst sechs Jahre alt. Bereits als Kind entwickelte er Selbsttötungsideen und erzählte seiner Mutter davon. Jene hatte 1899 in zweiter Ehe den Speicherarbeiter und Kassenboten Hagelstein geheiratet, und 1910 in dritter Ehe den Kutscher Bold, nachdem ihre Ehe mit dem Speicherarbeiter einige Jahre zuvor geschieden wurde. Mit 11 Jahren begann Friedrich Wilhelm Persich neben der Schule als Laufbursche für einen Brotkutscher zu arbeiten. Über seine Schulzeit schrieb er einmal: "Bekam recht viel Hiebe und wurde mit ein ganz schlechtes Zeugnis entlassen." Mit 17 Jahren verließ er die Wohnung, in der seine Mutter und sein Stiefvater lebten, und mietete sich in ein Zimmer ein. Er arbeitete als Fensterputzer. Seit er mit 15 Jahren die Volksschule verlassen hatte, war er in diversen unsteten Beschäftigungen als Gläserspüler, Lotterielosverkäufer, Etikettierer in der Hansa Bierbrauerei, Glaser, Versicherungsvertreter, Reisender in Tabak oder Hoteldiener tätig.