Im Winter 1909/1910 schmiedete Persich mit einem Bekannten einen Plan für einen Einbruch bei einem Juwelier in der Hamburger Innenstadt. Der Plan sah vor, auf den Großen Bleichen in den Blumenladen Maass einzubrechen und von dort aus die Wand zum benachbarten Juwelierladen Mohr zu durchstoßen. Zuvor brachen beide gemeinsam bei einem Schlosser in der Wexstraße ein und beschafften sich Werkzeuge, Dietriche und Schlüsselrohlinge. Bei der Tatausführung bei Juwelier Mohr blieb der Bekannte im Hintergrund. In einer Januarnacht 1910 machte sich Persich alleine mit diversen Schlüsseln und Dietrichen am Türschloss des Blumenladens zu schaffen. Öffnen konnte er die Tür jedoch nicht. Als er sich in der folgenden Nacht erneut an das Aufbrechen des Blumenladens machte, ahnte er nicht, dass ihn hinter der Ladentür bereits drei Kriminalbeamte erwarteten. Sein Komplize, der ihm zuvor die Anfertigung und Handhabung von Dietrichen beigebracht hatte, hatte ihn an die Polizei verraten. Eine Anzahl weiterer Polizisten war in den Gebäuden der Umgegend postiert. Die Rolle seines Komplizen ist reichlich undurchsichtig. Er hatte sich zuvor an der Tatvorbereitung beteiligt, indem er den in Einbrüchen ungeübten Persich das Aufbrechen von Schlössern zeigte, und ihn möglicherweise auch mehr oder weniger zur Tat animiert hatte. Letztendlich wird er in den Quellen als Polizeispitzel bezeichnet, der Persich an die Kriminalpolizei verraten hat. Der Raubzug wurde dann nicht durch die Polizei verhindert, sondern scheiterte am Unvermögen Persichs, die Tür des Blumenladens mittels der mitgebrachten Dietriche zu öffnen. Er zog auch in der zweiten Nacht unverrichteter Dinge wieder ab und wurde später verhaftet. Das folgende Verfahren stellte nach § 51 StGB die Unzurechnungsfähigkeit fest und Persich wurde erneut in die Psychiatrie eingewiesen. Dort blieb er, unterbrochen nur durch zwei kurze Entweichungen, bis in das Jahr 1921.