Duysens Literatur, die ab 1918 ausschließlich bei Konrad Hanf erschien, wurzelt in der Auflehnung gegen die bestehende Ordnung und in der Auslotung von Alternativen zum erdrückend empfundenen Dasein im späten Kaiserreichs. Es lassen sich drei Hauptaspekte herausschälen. Erstens antwortet er in seinen Werken auf das apokalyptische Geschlächter des Ersten Weltkriegs, das ihn in seiner kurzen Militärdienszeit zusammenbrechen ließ, zweitens auf den erdrückenden Konflikt mit der herrschenden Sexualmoral, die ihn als homosexuell veranlagten Menschen stigmatisierte, kriminalisierte und pathologisierte, und drittens auf die als leer und sinnlos empfundene Kontor- bzw. Bürotätigkeit, in der er sich vom Leben abgeschnitten in einer toten Umgebung eingesperrt sah. Paul Duysen zeigt sich als typischer Vertreter der literarischen Expressionisten, deren „Glauben an eine metaphysisch fundierte Autonomie“ des Menschen tief erschüttert wurde und die „durch eine innere Erneuerung des Menschen“ (Frank Krause) das bestehende Norm- und Werteregime zu überwinden suchten.
In Das Leben, die Lüge und die Menschheit! verweigern zwei Rekruten, von Idealismus erfüllt, die von ihnen geforderte soldatische Pflicht. Der eine der beiden endet im Tod, der andere im Irrenhaus. In Das Martyrium eines Geistigen! setzt er die Innerlichkeit des Menschen über die herrschende normative Ordnung. Der durch den Protagonisten begangene Mord wird nicht vor Gericht, sondern in seinem Inneren gesühnt. Duysen knüpft hier an das unter Expressionisten verbreitete Vitalismus-Konzept an und steigert die Bedeutung des Geistes zu einer Auflehnung gegen die Fixierung des Individuums an eine moralisch und normativ festgefügte Welt. Beide Werke verfasste Duysen noch während des Krieges. Seinen Umbruchsdrang reicherte er ab 1918 zunehmend mit sozialistischen Inhalten an. Er selbst behielt zeitlebens ein distanziertes Verhältnis zu politischen Parteien, sprach sich schon 1917 gegen die Vormachtstellung einer Partei aus und bezeichnete sich selbst als freiheits- und linksdenkend.
Tiefe Verehrung empfand Duysen für Fjodor M. Dostojewski und August Strindberg. Sein 1917 entstandenes Bühnenstück Mephistopheles, Strindberg und der Krieg weist im Titel bereits darauf hin und sein 1918 erschienener Roman Das Martyrium eines Geistigen! wurde von Dostojewski inspiriert. Der Protagonist Christian Wunderlich erinnerte schon die zeitgenössische Kritik an die Romanfigur Raskolnikow.